Die Bundesregierung hat sich zutiefst erleichtert über die Ankündigung einer zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den Vereinigten Staaten und Iran gezeigt. Bundeskanzler Friedrich Merz begrüßte die Vereinbarung und dankte Pakistan ausdrücklich für seine entscheidenden Vermittlungsbemühungen. Merz betonte das unmittelbare Ziel, in den kommenden Tagen ein dauerhaftes Ende des Krieges auf diplomatischem Weg auszuhandeln, was zum Schutz der iranischen Zivilbevölkerung, der regionalen Sicherheit und zur Abwendung einer weltweiten Energiekrise beitrage. Außenminister Johann Wadephul nannte die Waffenruhe eine „frohe Botschaft“ und einen entscheidenden ersten Schritt auf dem Weg zu einer dauerhaften Befriedung. Deutschland sagte seine volle Unterstützung für die diplomatischen Bemühungen zu und sicherte die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus zu.
International fielen die Reaktionen gemischt aus. US-Präsident Donald Trump feierte die Einigung als „totalen und vollständigen Sieg“ für Washington und prognostizierte einen großen wirtschaftlichen Gewinn sowie ein „Goldenes Zeitalter“ für den Nahen Osten, wich jedoch nicht von seinen früheren Drohungen massiver Angriffe ab. Israel begrüßte die Feuerpause, stellte jedoch klar, dass diese nicht für den Libanon gelte, während Berichte über iranischen Raketenbeschuss *nach* der Bestätigung der Waffenruhe vorlagen. Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif bestätigte das sofortige Inkrafttreten der Waffenruhe, auch im Libanon, und lud Delegationen beider Länder zu weiteren Gesprächen in Islamabad ein. UN-Generalsekretär Guterres begrüßte die Feuerpause und forderte die Konfliktparteien zur Einhaltung ihrer völkerrechtlichen Verpflichtungen auf. US-Demokraten kritisierten Trump weiterhin für den Beginn des „sinnlosen Krieges“. Die IATA warnte vor einer monatelangen Erholung der Kerosinversorgung.
Die Ankündigung der Waffenruhe hatte sofortige Auswirkungen auf die globalen Märkte. Die Ölpreise für Brent und WTI fielen rasant um rund 16 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Mitte März, was auf eine Entspannung der Inflations- und Konjunktursorgen hindeutete. Die Börsenkurse in Ostasien stiegen kräftig an, wobei der japanische Nikkei 225 um 4,4 Prozent und der südkoreanische Kospi um zeitweise rund 6 Prozent zulegten, was in Südkorea sogar zu einer vorübergehenden Handelsaussetzung führte. Trotz der Einigung blieben die Spannungen bestehen: Bahrain warnte vor Raketenbeschuss, und im Iran demonstrierten Regierungsanhänger in Teheran, verbrannten amerikanische und israelische Flaggen und skandierten „Tod den USA, Tod Israel“. Der Chef der iranischen Justiz forderte beschleunigte Todesstrafen im Zusammenhang mit dem Krieg.
Details der Vereinbarung zeigen, dass der iranische Nationale Sicherheitsrat einer zweiwöchigen Waffenruhe zugestimmt hat, die einen Zehn-Punkte-Plan einschließt, der die „kontrollierte Durchfahrt“ von Schiffen durch die strategisch wichtige Straße von Hormus vorsieht. Präsident Trump hatte zugestimmt, zwei Wochen lang auf Bombardierungen und Angriffe auf Iran zu verzichten, wenn dieser die Meerenge öffnet, und bezeichnete dies als beidseitige Waffenruhe. Verhandlungen über ein längerfristiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts sollen am Freitag in Islamabad beginnen, betonten iranische Staatsmedien jedoch, dass Gespräche allein noch kein Ende des Krieges bedeuten. Zuvor hatte Trump mit Angriffen auf Irans Energiesektor und Infrastruktur gedroht, und in Katar wurden vier Menschen durch Trümmerteile einer iranischen Rakete verletzt. Der pakistanische Premierminister Sharif hatte Trump erfolgreich gebeten, sein Ultimatum zu verlängern, was nun geprüft wird.
