In Seester (Kreis Pinneberg) ist am Sonnabend ein Reetdachhaus bei einem Großbrand vollständig zerstört worden, was einen geschätzten Schaden von rund 1,5 Millionen Euro verursachte. Die Einsatzkräfte wurden gegen 11.45 Uhr alarmiert, nachdem zunächst ein Schornsteinbrand gemeldet worden war. Bei ihrer Ankunft stand das reetgedeckte Gebäude jedoch bereits lichterloh in Flammen. Glücklicherweise konnten zwei Personen aus dem brennenden Haus gerettet werden, die unverletzt blieben. Das schnelle Eingreifen der Feuerwehr verhinderte zudem ein Übergreifen des Feuers auf eine benachbarte Pferdeklinik, wodurch ein noch größerer Schaden abgewendet werden konnte.
Über 150 Einsatzkräfte von zehn freiwilligen Feuerwehren waren zeitweise vor Ort, um die gewaltigen Flammen zu bekämpfen. Die Löscharbeiten gestalteten sich äußerst schwierig und zogen sich laut Feuerwehr bis in die Abendstunden des Sonnabends. Auch bis in die frühen Morgenstunden des Folgetages wurde weiter gelöscht. Der immense Personaleinsatz war notwendig, um die Brandbekämpfung effektiv durchführen zu können und die Umgebung zu sichern. Die Koordination der vielen Helfer stellte eine logistische Herausforderung dar, die jedoch erfolgreich gemeistert wurde, um die Flammen einzudämmen.
Besonders herausfordernd war die Wasserversorgung über lange Wegstrecken. Michael Blunk vom Kreisfeuerwehrverband Pinneberg erklärte, dass vor Ort lediglich ein einziger Hydrant zur Verfügung stand, dessen Kapazität bei weitem nicht ausreichte, um dem Brand Herr zu werden. Dies erforderte den Aufbau einer komplexen Wasserversorgung über weite Strecken, um genügend Löschwasser an die Brandstelle zu befördern. Die Schwierigkeiten bei der Wasserbeschaffung trugen maßgeblich dazu bei, dass so viele Feuerwehren und Einsatzkräfte mobilisiert werden mussten, um die nötigen Ressourcen vor Ort zu gewährleisten und den Brand zu kontrollieren.
Das Reetdachhaus konnte trotz des Großeinsatzes nicht gerettet werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Während anfangs von einem Brand am Schornstein die Rede war, müssen die genauen Umstände des Feuerausbruchs noch geklärt werden. Die Schätzung des Schadens beläuft sich nach Angaben einer Polizeisprecherin auf die beträchtliche Summe von 1,5 Millionen Euro, was die enorme Zerstörungskraft des Brandes unterstreicht. Die Aufräumarbeiten und die weitere Untersuchung werden voraussichtlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
