Neue Details zum brutalen Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 sind ans Licht gekommen. Medienberichten zufolge, die sich auf den israelischen TV-Sender N12 und die israelische Armee berufen, nutzte die islamistische Terrororganisation Hamas simple Handy-Emojis, um den Beginn des verheerenden Angriffs zu signalisieren. Eine offizielle Bestätigung durch eine Militärsprecherin steht zwar noch aus, doch die Informationen deuten auf eine überraschend unauffällige Kommunikationsmethode für ein Ereignis von solch massiver Tragweite hin. Diese Emojis sollen auf Mobiltelefonen von Mitgliedern der Hamas-Eliteeinheit „Nuchba“ gefunden worden sein, die am Tag des Massakers sichergestellt wurden. Die Art der verwendeten Symbole wurde nicht öffentlich gemacht, was Raum für Spekulationen über ihre spezifische Bedeutung lässt.
Nach Erhalt des Emoji-Signals sollen sich die Hamas-Kämpfer zu vorab festgelegten Sammelstellen wie Moscheen im Gazastreifen begeben haben. Dort erhielten sie Anweisungen, ihre Kampfausrüstung, die zu Hause oder in vorbereiteten „Kampftaschen“ bereitlag, abzuholen. Parallel zu dieser internen Mobilisierung trafen die Angreifer weitere Vorbereitungen, darunter die Beschaffung israelischer SIM-Karten. Das Nachrichtenportal „ynet“ berichtete, dass der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet am Vorabend des 7. Oktobers die Aktivierung mehrerer Dutzend solcher SIM-Karten im Gazastreifen bemerkte. Obwohl der Militärgeheimdienst informiert wurde, gelangte man bei den Beratungen zu dem Schluss, dass es sich nicht um einen ungewöhnlichen Vorfall handele – eine Fehleinschätzung mit fatalen Folgen, wie sich später herausstellte.
Die Verwendung von Emojis als Startsignal war laut N12 kein Einzelfall. Die gleichen Symbole wurden demnach bereits bei zwei früheren, letztlich nicht umgesetzten Angriffsversuchen der Hamas verschickt. Dies deutet auf ein etabliertes und möglicherweise schwer zu entschlüsselndes Kommunikationsprotokoll innerhalb der Terrororganisation hin. Die Informationen über den Einsatz dieser Emojis wurden erst jetzt, Monate nach dem beispiellosen Hamas-Massaker, von der Militärzensur zur Veröffentlichung freigegeben. Diese Verzögerung könnte auf operative Gründe, die Sensibilität der Erkenntnisse oder laufende Ermittlungen zurückzuführen sein, die nun eine Veröffentlichung zulassen.
Der Überfall vom 7. Oktober 2023 stellt einen Wendepunkt in der Region dar. Terroristen der Hamas und anderer extremistischer Gruppen töteten bei dem Massaker mehr als 1200 Menschen in Israel und verschleppten über 250 weitere als Geiseln in den Gazastreifen. Dieser beispiellose Angriff auf den jüdischen Staat löste den Gaza-Krieg aus, der seitdem Zehntausende weitere Opfer gefordert hat. Nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen wurden seit Kriegsbeginn über 72.000 Palästinenser getötet. Die nun bekannt gewordenen Details zur Nutzung von Emojis werfen ein weiteres Licht auf die Planungsstrategien der Hamas und die Herausforderungen für die israelische Aufklärung.
