US-Schauspielerin Blake Lively hat in ihrem Rechtsstreit mit Kollegen Justin Baldoni einen Rückschlag erlitten. Ein New Yorker Richter hat den Großteil ihrer ursprünglichen dreizehn Vorwürfe, darunter Belästigung, Verschwörung und Verleumdung, als nicht hinreichend begründet abgewiesen. Lediglich drei Punkte, darunter der Vorwurf des Vertragsbruchs, sollen von Mitte Mai an in einem Verfahren verhandelt werden. Dies geht aus aktuellen Gerichtsdokumenten hervor, die den Stand der Auseinandersetzung zwischen den beiden Hollywoodstars widerspiegeln.
US-Bezirksrichter Lewis J. Liman begründete seine Entscheidung damit, dass bestimmte Klagen aus rechtlichen Gründen, wie der Abhängigkeit von Livelys Einstufung als Angestellte, nicht verhandelt werden könnten. Andere Vorwürfe, insbesondere die Vergeltungsansprüche, sieht der Richter jedoch als ausreichend begründet an, um weiterverfolgt zu werden. Das Urteil bedeutet eine deutliche Reduzierung des Klageumfangs und verschiebt den Fokus des bevorstehenden Prozesses maßgeblich auf die verbleibenden Punkte, die weiterhin vor Gericht geklärt werden müssen.
Blake Lively hatte ihren Co-Star Justin Baldoni, der auch Regie bei ihrem gemeinsamen Film „Nur noch ein einziges Mal“ führte, wegen sexueller Belästigung und weiterer Vergehen angezeigt. Zu den Vorwürfen zählten unter anderem wiederholtes ungebührliches Verhalten am Set, unerwünschte Berührungen, Fat Shaming bezüglich ihres Gewichts nach der Geburt sowie das unaufgeforderte Betreten ihres Wohnwagens, während sie Milch für ihr Neugeborenes abpumpte. Sie warf ihm und dem Produzenten Jamey Heath zudem vor, ihren Ruf zerstören zu wollen, was der Richter nun weitgehend ablehnte.
Justin Baldoni reagierte seinerseits mit einer Gegenklage, unter anderem wegen Verleumdung gegen Lively und ihren Ehemann Ryan Reynolds. Er warf dem Paar Manipulation von Beweismitteln und Erpressung vor. Baldoni behauptete zudem, der Charakter „Nicepool“ in Reynolds’ neuestem Film „Deadpool & Wolverine“ sei eine Karikatur seiner Person. Eine separate Klage Baldonis gegen die New York Times wegen einseitiger Berichterstattung wurde bereits im vergangenen November abgewiesen. Trotz des privaten Dramas der Stars rangiert ihr gemeinsamer Film auf Netflix weiterhin auf Platz eins, was die öffentliche Faszination an dem Fall noch verstärkt.
