Der Februar bot Himmelsbeobachtern ein faszinierendes Schauspiel am westlichen Abendhimmel. Nachdem der Riese Jupiter und der Ringplanet Saturn bereits Anfang des Monats präsent waren, gesellten sich im Laufe der Wochen zwei weitere, besonders helle Planeten hinzu: Merkur und Venus. Merkur, der innerste Planet unseres Sonnensystems, gab sein Debüt etwa ab dem 8. Februar. Seine Nähe zur Sonne machte die Beobachtung jedoch zu Beginn zu einer Herausforderung; er war nur kurz nach Sonnenuntergang und sehr tief am südwestlichen Horizont sichtbar. Täglich entfernte sich Merkur jedoch ein Stück weiter von der Sonne, was seine Sichtbarkeit verbesserte und ihn als kleines, gleißendes Pünktchen aus der Dämmerung treten ließ.
Rund eine Woche später, etwa ab dem 15. Februar, gesellte sich die Venus dazu und stahl allen die Show. Obwohl sie anfangs noch tiefer im Horizontdunst stand, überstrahlte sie Merkur bei Weitem. Mit einer scheinbaren Helligkeit von -4,3 mag ist Venus erheblich leuchtstärker als jeder Stern und sogar heller als alle Sterne zusammen. Diese außergewöhnliche Brillanz hat ihr den Beinamen “Abendstern” eingebracht, obwohl sie in Wahrheit ein Teil unseres Sonnensystems ist und nicht selbst leuchtet. Auch die Venus verbesserte ihre Position am Abendhimmel kontinuierlich, ging später unter und wurde Abend für Abend besser sichtbar.
Das Phänomen der “Wandelsterne” wurde in diesem Februar besonders deutlich, als Merkur und Venus ihre Positionen am Himmel zügig veränderten – eine Folge ihrer schnellen Umlaufbahnen um die Sonne. Am 18. Februar sorgte die zarte Mondsichel für einen zusätzlichen Blickfang, indem sie sich genau zwischen Venus und Merkur platzierte. Nur einen Tag später, am 19. Februar, stand die Mondsichel bereits über Merkur, und der Ringplanet Saturn rückte unaufhaltsam näher an das helle Duo heran. Dieses seltene Zusammentreffen von drei Planeten und dem Mond bot eine einzigartige Gelegenheit für Himmelsgucker.
Gegen Ende Februar erreichte die Konstellation ihren Höhepunkt. Am 27. Februar trennten Venus und Merkur nur noch zwei Fingerbreit. Zu diesem Zeitpunkt war Merkur für das bloße Auge kaum noch zu erkennen, was den Einsatz eines Fernglases ratsam machte. Auch Saturn verabschiedete sich Ende des Monats vom westlichen Abendhimmel. Die Venus hingegen bleibt ein treuer Begleiter und wird ihre beste Zeit als Abendstern erst im August 2026 erreichen, wo sie bis Oktober sichtbar sein wird. Der Februar 2026 lieferte somit einen Vorgeschmack auf zukünftige spektakuläre Himmelsereignisse.
