Die Olympischen Winterspiele 2026 wurden am 6. Februar im Mailänder San-Siro-Stadion feierlich eröffnet, und bereits einen Tag später starteten die mit Spannung erwarteten Ski-Alpin-Wettbewerbe. In dieser Ausgabe der Spiele messen sich Athletinnen und Athleten in zehn Disziplinen um olympisches Edelmetall, wobei der Mixed-Teamwettbewerb gestrichen wurde. Eine bemerkenswerte Neuerung ist die Einführung separater Team-Kombinationswettbewerbe für Männer und Frauen, die es den Nationen ermöglicht, Spezialisten für Abfahrt und Slalom zu nominieren. Die Damen treten auf der anspruchsvollen „Olympia delle Tofane“ in Cortina d’Ampezzo an, während die Herren die Piste Stelvio in Bormio bezwingen, was für eine einzigartige Aufteilung der Austragungsorte sorgt.
Die ersten Wettkampftage hielten bereits zahlreiche Überraschungen und herausragende Leistungen bereit. Der Schweizer Franjo von Allmen avancierte zum Star der Spiele, sicherte sich die Goldmedaille in der Abfahrt und legte mit seinem Teamkollegen Tanguy Nef im neuen Team-Kombinationswettbewerb nach. Auch die deutsche Allrounderin Emma Aicher sorgte für Furore, indem sie sich die Silbermedaille in der Damen-Abfahrt erkämpfte. Dieses Rennen war jedoch auch von einem dramatischen Sturz der verletzten Lindsey Vonn überschattet. Bei den Damen setzte sich Breezy Johnson aus den USA durch, während Sofia Goggia Bronze für Italien holte.
Franjo von Allmen setzte seine beeindruckende Erfolgsserie fort und holte im Super-G seine dritte Goldmedaille, womit er sich als erfolgreichster Alpin-Skifahrer der Spiele etablierte. Ein emotionaler Sieg gelang Federica Brignone im Damen-Super-G, die nach einer schweren Verletzung ein italienisches Märchen schrieb und Gold gewann. Eine weitere historische Medaille ging an Lucas Pinheiro Braathen, der für Brasilien die allererste Goldmedaille bei Olympischen Winterspielen im Riesenslalom der Männer holte. Trotz seiner Favoritenrolle und Weltcup-Dominanz blieb Marco Odermatt bei diesen Spielen ohne individuelle Goldmedaille, sicherte sich aber Bronze im Super-G und Silber in der Team-Kombination.
Im Vorfeld galten Mikaela Shiffrin und Marco Odermatt als die absoluten Top-Favoriten. Shiffrin, die Rekordhalterin im Weltcup, wurde besonders in den Technik-Wettbewerben erwartet, während Odermatt, der Schweizer Dominator, seine Siegesserie fortsetzen sollte. Die Austragungsorte erwiesen sich als würdige olympische Bühnen: Cortina d’Ampezzo, mit der legendären „Tofanaschuss“-Passage und einem Gefälle von bis zu 64 Prozent, stellte die Damen vor große Herausforderungen. Die „Pista Stelvio“ in Bormio, bekannt für ihren steilsten Starthang im Weltcup und Geschwindigkeiten von bis zu 140 km/h, verlangte den Herren alles ab. Beide Strecken trugen maßgeblich zu einem unvergesslichen Ski-Alpin-Spektakel bei.
