Ein Lawinenunglück im Skigebiet von Castle Peak im US-Bundesstaat Kalifornien hat acht Menschen das Leben gekostet. Eine ursprünglich 15-köpfige Gruppe von Skifahrern, darunter neun Frauen und sechs Männer sowie Skiführer, befand sich in dem Lawinengebiet. Nach intensiver Suche wurden die acht Vermissten tot geborgen, während eine weitere Person weiterhin als vermisst gilt. Sechs Mitglieder der Gruppe konnten gerettet werden, wobei zwei von ihnen in Krankenhäuser eingeliefert wurden. Eine der geretteten Personen konnte das Krankenhaus bereits wieder verlassen. Das Unglück ereignete sich im Tahoe National Forest, nordwestlich des beliebten Lake Tahoe, unter extremen Wetterbedingungen, die die Rettungsarbeiten erheblich erschwerten.
Mehr als 50 Einsatzkräfte waren vor Ort, um die verschütteten Wintersportler zu finden und zu retten. Aufgrund des heftigen Schneefalls von fast 70 Zentimetern in den letzten 24 Stunden und der damit verbundenen extremen Wetterbedingungen dauerte es Stunden, bis die Rettungsteams zu den Überlebenden vordringen konnten. Die sechs Geretteten hatten in einem bewaldeten Gebiet in der Nähe des Unglücksortes Zuflucht gefunden und konnten über einen Notfall-Satelliten-Nachrichtendienst Textnachrichten mit den Behörden austauschen. Die Einsatzkräfte warnten eindringlich vor weiteren Ausflügen in die Region, da bis Mittwoch eine Lawinenwarnung der höchsten Stufe in Kraft war und die Bedingungen weiterhin als extrem gefährlich eingestuft wurden.
Parallel zu den tragischen Ereignissen in Kalifornien haben Lawinenabgänge in Österreich ebenfalls Todesopfer gefordert. Insgesamt drei Menschen kamen ums Leben, darunter zwei Deutsche aus Baden-Württemberg und ein Niederländer. In Tirol ereignete sich ein tödlicher Unfall im Navistal, wo ein 43-jähriger Skifahrer aus dem Ostalbkreis von einem Schneebrett mitgerissen und völlig verschüttet wurde, obwohl er und sein Begleiter aufgrund der Lawinengefahr bereits umkehren wollten. Im Bundesland Vorarlberg starb ein 42-jähriger Snowboarder aus dem Landkreis Lörrach, als er mit seinem 15-jährigen Sohn abseits gesicherter Pisten im Skigebiet Sonnenkopf unterwegs war und von einer Lawine erfasst wurde. Er konnte erst nach einer Stunde gefunden werden und verstarb noch an der Unglücksstelle. Ein 71-jähriger Niederländer starb ebenfalls in Fiss, Tirol, nachdem er ohne Lawinensuchgerät unterwegs war.
Die Lawinensituation im Westen Österreichs ist weiterhin äußerst angespannt. Allein in Tirol wurden an einem Tag mehr als 30 Lawinenabgänge registriert. Die Warndienste in Tirol und Vorarlberg haben die zweithöchste Gefahrenstufe ausgerufen, was auf eine erhebliche Gefahr für Wintersportler hinweist. Insgesamt sind in diesem Winter bereits 14 Menschen in Österreich durch Lawinen ums Leben gekommen. Experten warnen eindringlich und rufen Wintersportler dazu auf, äußerste Vorsicht walten zu lassen, die Lawinenwarnungen zu beachten und sich keinesfalls abseits gesicherter Pisten in gefährdete Gebiete zu begeben. Die extreme Schneelage und ungünstige Schichtungen im Schnee machen viele Regionen der Alpen derzeit besonders gefährlich.
