Mailand 2026 rückt näher, und das olympische Eishockeyturnier verspricht Spannung pur. Zum ersten Mal seit 2006 gehen beide deutschen Eishockey-Nationalmannschaften – Männer und Frauen – an den Start, was die Erwartungen in Deutschland enorm steigert. Die NHL-Pause für die Spiele ermöglicht es dem Männerteam, mit allen Top-Profis aus Nordamerika anzutreten. Dies schürt die Hoffnung auf eine erfolgreiche Teilnahme, obwohl die Konkurrenz, die ebenfalls auf ihre Stars zurückgreifen kann, extrem stark ist. Aktuelle Olympiasieger sind Finnland bei den Männern und Kanada bei den Frauen. Die Erinnerung an das „Wunder von Innsbruck“ 1976, als das DEB-Team trotz geringer Erwartungen überraschte, beflügelt die aktuelle Generation. Mit der geballten Stärke der NHL-Stars sind die Augen fest auf Mailand gerichtet.
Das deutsche Männer-Eishockeyteam startet mit drei Spielen in die Gruppenphase. Eine direkte Qualifikation für das Viertelfinale sichern sich nur die Gruppenersten sowie der beste Zweite der drei Gruppen. Die übrigen acht Teams spielen eine Qualifikationsrunde. Der Turnierauftakt verlief vielversprechend: Das DEB-Team gewann sein Auftaktspiel gegen Dänemark mit 3:1, wobei Superstar Leon Draisaitl bereits nach 23 Sekunden traf. Dieser erste Sieg ist ein wichtiger moralischer Boost. Doch die Fachleute sind sich einig: Trotz des beeindruckenden Kaders mit NHL-Profis ist die Konkurrenz bei diesen Spielen so stark wie selten, da alle Top-Nationen auf ihre besten Spieler zählen können. Dies garantiert ein hochklassiges und hart umkämpftes Turnier.
Die deutschen Eishockey-Frauen stellen sich einer anspruchsvollen Gruppenphase mit vier Nationen. In ihrer Gruppe qualifizieren sich die besten drei Teams für das Viertelfinale. Eine Besonderheit: Die fünf besten Länder der Weltrangliste sind bereits aus der anderen Gruppe für die K.-o.-Runde qualifiziert. Das deutsche Frauenteam zeigte im Verlauf der Vorrunde vielversprechende Leistungen. Vor dem letzten Gruppenspiel gegen Italien besaßen sie gute Chancen auf das Viertelfinale, welche Kluge mit ihrem späten 2:1-Siegtreffer sicherte und somit Platz zwei in der Gruppe erzielte. Im Viertelfinale wartete die Übermacht Kanada. Trotz einer ehrenhaften Niederlage, in der das deutsche Team gut mithielt, setzte sich Kanada am Ende durch. Die gezeigte Kampfstärke macht jedoch Mut für zukünftige Herausforderungen.
Das olympische Eishockeyturnier in Mailand wird an zwei Spielorten ausgetragen. Die Hauptarena ist die Milano Santagiulia Ice Hockey Arena im Südosten der Stadt, eine moderne Arena mit 14.000 Sitzplätzen. Hier finden 33 Spiele statt, darunter alle Halbfinal- und Endspiele der Frauen und Männer. Der zweite Austragungsort ist die Milano Rho Ice Hockey Arena im Nordwesten, ein umgebautes Messegelände Fiera Milano Rho mit rund 5.800 Sitzplätzen, wo 19 Frauenspiele und sechs Männer-Partien angesetzt sind. Kurz vor den Spielen gibt es jedoch auch Anspannung: Berichte über eine möglicherweise zu kurze Eisfläche und die allgemeine Fertigstellung der Arena sorgen für Nervosität. Obwohl die Organisatoren Optimismus verbreiten, ist der Zeitplan eng. Jede Stunde zählt, um sicherzustellen, dass dieses Glanzstück der Winterspiele reibungslos über die Bühne geht.
